| Selbsthilfe-Sofortmaßnahmen bei Bewusstlosigkeit( der Lesestoff soll keinesfalls den Arztbesuch ersetzen ) |
Wenn ein Kind auf Ansprechen, Berührung, Kitzeln, leichtes Kneifen (Schmerz) oder Rütteln nicht reagiert, hat es sein Bewusstsein verloren. Es ist nicht mehr in der Lage, seine Augen zu öffnen oder zu sprechen.
Handelt es sich um einen kurzzeitigen Ohnmachtsanfall bei älteren Kindern, so kündigt er sich i.d.R. vorzeitig durch Übelkeit, Schwindel und "schwarz vor den Augen werden" an. Ein kurzzeitiger Ohnmachtsanfall tritt nicht selten bei Kreislaufproblemen auf. Hält die Ohnmacht länger als eine Minute an, liegt wohl eine ernstzunehmende Bewusstlosigkeit vor.
Eine derartige Bewusstlosigkeit kann durch Alkohol- und Medikamentenvergiftungen, epileptischen Anfällen, schweren Unfäl- len, Infektionen wie beispielsweise Hirnhautentzündung, Zuckerkrankheit, Schock und anderen Ursachen ausgelöst werden.
Wenn das Kind außergewöhnlich schläfrig ist und auf verschiedene Reize kaum reagiert, deutet das auf eine Bewusstseins- eintrübung hin.
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Sofortmaßnahmen bei kurzzeitiger Ohnmacht
- Legen Sie das Kind auf den Boden - die Beine hoch lagernd - und lockern Sie die Kleidung.
- Öffnen Sie Fenster, damit das Kind frische Luft atmen kann.
Tritt eine kurze Ohnmacht einmalig auf, besteht kein Grund zur Sorge. Wird ein Kind jedoch häufiger ohnmächtig oder hat zusätzlich Fieber, Atemnot und andere Symptome, muss es unbedingt von einem Kinderarzt untersucht werden.
Dauert die Ohnmacht jedoch länger als eine Minute an, muss sofort der Notarzt Tel. 112 gerufen werden.
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Sofortmaßnahmen bei ernsthafter Bewusstlosigkeit
- Sofort den Notarzt Tel. 112 anrufen.
- Sofort durch Handauflegen auf den Brustkorb prüfen, ob das Kind atmet und sein Herz schlägt.
- Bei Atemstillstand die lebensrettende Notbeatmung durchführen (das "Wie" steht hier).
- Wenn das Kind jedoch atmet, bringen Sie es in eine stabile Seitenlage (öffnen Sie seinen Mund und räumen Sie ihn ggf. mit dem Finger aus), weil bei einer Bewusstlosigkeit der Würge- und Hustenreflex nicht mehr funktioniert und das Kind deshalb an seinem Erbrochenem, Blut oder Schleim aus Mund und Nase ersticken könnte.
- Bei Herzstillstand müssen Sie die lebensrettende Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen (das "Wie" steht hier).
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